Tipps für die Wohnungssuche
Die Wohnungssuche in München und Umgebung ist kein Zuckerschlecken, denn der Mietmarkt ist bekanntermaßen sehr angespannt. Das heißt: Wer eine Wohnung sucht, konkurriert oft mit hunderten anderer Bewerber. Wir haben mit Experte Alexander Stoff-Riegel von Immobilien Hagl gesprochen und nachgefragt, worauf es bei der Suche nach einer neuen Mietwohnung wirklich ankommt. Neben dem Verkauf von Immobilien vermittelt der Vaterstettener Makler seit vielen Jahren im Auftrag von Vermietern Wohnraum in der Region.
Herr Stoff-Riegel, wenn ich eine Wohnung mieten möchte, wie soll ich anfangen?
Zunächst sollte man die eigenen Anforderungen (Lage, Größe, Preis und Ausstattung) definieren. Ein klares Suchprofil hilft dabei, Angebote gezielt zu filtern und schneller die passende Wohnung zu finden. Planen Sie außerdem ausreichend Zeit ein, also mindestens 4-5 Monate vor dem gewünschten Einzugstermin mit der Suche beginnen.
Bei einer Mietwohnung in München sprechen wir schnell von mehreren hundert Interessenten. Wie schaffe ich es, zu einer Besichtigung eingeladen zu werden?
Man sollte versuchen, sich von anderen Bewerbern abzuheben. Das erreicht man z. B. über eine Bewerbermappe, die die wichtigsten Informationen enthält. Dazu gehören u. a. eine Mieterselbstauskunft, Identitätsnachweis, Einkommensnachweise und eine aktuelle SCHUFA-Auskunft. In Ergänzung mit einem persönlichen Motivationsschreiben, am besten inklusive Fotos, kann man sich von einem Großteil der Interessenten abheben.
Je mehr Eindruck sich Vermieter und Makler im Vorfeld zu einer Person, Paar oder Familie machen kann, desto besser. Eine solche Bewerbermappe zeigt Eigeninitiative und sollte auf die konkrete Wohnung abgestimmt sein. Das zeigt, dass man sich im Vorfeld schon intensiv mit der Immobilie auseinandergesetzt hat und sich wirklich für sie interessiert.
Das klingt einleuchtend, doch warum scheitert die Suche dann bei so vielen Interessenten?
Leider scheitert es oft an banalen Dingen. Viele Interessenten geben vorab nichts von sich Preis, oder schicken eine Anfrage ohne Kontaktdaten. Als Makler muss ich für die Besichtigung vorsortieren, da kann ich bei mehreren hundert Anfragen nicht mit jedem per E-Mail einen Besichtigungstermin ausmachen oder Rückfragen besprechen.
Was wir daneben oft feststellen, ist, dass sich einige Interessenten die angebotene Wohnung gar nicht leisten können. In unserer Region sollte die Miete max. 50 % des verfügbaren Haushaltsnettoeinkommen ausmachen.
Man sollte außerdem flexibel sein, was Besichtigungstermine angeht und sich darauf vorbereiten, schnell zu reagieren, sobald sich ein passendes Objekt auftut. Sie können sich vorstellen, das gute Wohnungen oft schnell vergeben sind.
Wenn ich dann eingeladen bin?
Ist die größte Hürde genommen, denn bei der Besichtigung konkurriert man nur noch mit einem ausgewählten Personenkreis. Jetzt gilt: Termin bestätigen und pünktlich erscheinen. Außerdem spielen Auftreten, Sympathie und Interesse eine wichtige Rolle. Hier geht es darum, den Interessenten kennenzulernen und ein Gefühl dafür bekommen, ob er zu Wohnung und Vermieter passt. Unser Ziel ist immer, dass beide Seiten langfristig zufrieden sind.
Ihr Fazit?
Es ist kein Hexenwerk, eine Mietwohnung zu finden! Wenn man sich gut vorbereitet, kann man sich leicht von der Masse abheben und so die Chancen für die neue Wohnung deutlich erhöhen.

