Kündigungsfristen bei Mietverträgen

Die allgemeinen Kündigungsfristen bei Mietverträgen werden durch das deutsche Mietrecht im BGB beschrieben. In einigen Fällen gelten Sonderregelungen wie z.B. im sozialen Wohnungsbau oder gar keine Fristen (vor allem Gewerbeflächen).

Soll eine Wohnung gekündigt werden, ist vorerst zu unterscheiden, wer kündigt. Mieter können in der Regel immer kündigen. Für Vermieter ist es dagegen schwerer, das Mietverhältnis zu beenden.

Welche Kündigungsfristen gelten für den Mieter?
Für Mieter beträgt die ordentliche Kündigungsfrist bei einer Wohnung oder Haus immer drei Monate. Die Kündigung erfolgt zum Monatsende und muss den Vermieter spätestens am 3. Werktag eines Kalendermonats erreichen, damit sie fristgerecht ist. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, bedarf jedoch keine Form sowie keine Benennung eines Kündigungsgrundes.

Welche Kündigungsfristen gelten für Vermieter?
Wurde ein unbefristeter Mietvertrag geschlossen, ist dem Mieter, ohne einen gesetzlichen anerkannten Grund nicht zu kündigen. Gründe für eine Kündigung seitens des Vermieters können sein:

  • Eigenbedarf
  • Pflichtverletzung des Mieters (z.B. Miete nicht gezahlt)
  • Nachteile wegen einer Hinderung an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung                    (z.B. geplanter Abriss und Neubau)

Wenn einer der oben genannten Gründe vorliegt, kann der Vermieter mit den folgenden Kündigungsfristen dem Mieter kündigen:

  • drei Monate bei einer Mietdauer unter fünf Jahren
  • sechs Monate bei einer Mietdauer über fünf Jahren
  • neun Monate bei einer Mietdauer über acht Jahren