Der Energieausweis – die wichtigsten Informationen im Überblick

Der Energieausweis bewertet den energetischen Verbrauch einer Immobilie und ist bundesweit einheitlich aufgebaut. Seit 2014 ist dieser beim Verkauf und bei der Vermietung von Immobilien Pflicht.

Die zwei Arten des Energieausweises

Der Verbrauchsausweis: Wie sich bereits aus dem Namen ableiten lässt, bescheinigt der Energieverbrauchsausweis den tatsächlichen Energieverbrauch eines Gebäudes. Anhand einer technischen Analyse aller Gebäudedaten errechnet ein Energieberater den Energiebedarf. Herzstück eines jeden Energieausweises ist die Farbskala mit den Effizienzklassen A+ bis H. Die Skala mit dem Farbschema Grün bis Rot hilft, den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasserbereitung abzuschätzen und bewerten zu können. Bewegen sich die Werte im roten Bereich, muss mit hohen Heizkosten gerechnet werden. Liegen die Werte dagegen im grünen Bereich, werden diese vermutlich überschaubar bleiben.

Der Bedarfsausweis: Dieser basiert auf einer Berechnung, wie hoch der Energiebedarf eines Gebäudes aufgrund seiner Bauweise sein soll. In die Berechnung fließen Aspekte wie die Beschaffenheit der Gebäudehülle, die Witterungseinflüsse, der Standort, die Nutzung oder die vorhandene Haustechnik mit ein.

Beide Ausweise sind Teil der Energieeinsparverordnung (EnEV). Egal ob Verbrauchs- oder Bedarfsausweis, das Dokument besteht immer aus fünf Seiten.

Fazit

Grundsätzlich ist der Energiebedarfsausweis zu empfehlen. Im Gegensatz zum Verbrauchsausweis, bei dem lediglich die Wärmeverbrauchsdaten der letzten drei Jahre zusammengetragen und nur das subjektive Nutzverhalten dargestellt wird, erfolgt beim Energiebedarfsausweis eine objektive Bewertung der energetischen Qualität der Gebäudehülle in Verbindung mit der Gebäudetechnik auf Basis eines genormten Nutzerverhaltens.